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    <title>Blogdiings</title>
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    <updated>2026-03-11T23:43:26+01:00</updated>
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        <name>Stefan</name>
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        <title>I can make my own apps!</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2026-03-11T23:13:10+01:00</updated>
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                    Es fing mit einem Mastodon-Posting an. Harmlos. Ich wollte einfach nur meine abhakbaren To-do-Listen und Notizen, die ich über die Jahre in Trello, Google Tasks, TickTick und wo nicht noch überall gesammelt hatte, an einer Stelle konsolidieren. Idealerweise nicht auf den Servern der US-Großkonzerne, weil&hellip;
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                <p>Es fing mit einem <a href="https://bonn.social/@stefanproksch/115881176077388817">Mastodon-Posting</a> an. Harmlos. Ich wollte einfach nur meine abhakbaren To-do-Listen und Notizen, die ich über die Jahre in Trello, Google Tasks, TickTick und wo nicht noch überall gesammelt hatte, an einer Stelle konsolidieren. Idealerweise nicht auf den Servern der US-Großkonzerne, weil ich die Idee der digitalen Unabhängigkeit wahnsinnig attraktiv finde. Also mindestens in Europa beheimatet, vielleicht in einer Managed Nextcloud auf Servern in Deutschland oder auf meinem eigenen Webspace.</p>
<p>Aber eine Notiz-App zu finden, die auf selbst gehostete Daten zugreift, von Europäern entwickelt wurde und sowohl als Web-App als auch unter iOS geschmeidig zu bedienen ist, war trotz aller guten Ratschläge ein Ding der Unmöglichkeit. Nach gefühlt einem Dutzend enttäuschender Installationen hatte ich mich damit abgefunden, dass die Notizen zwar schön in der Nextcloud liegen, ich mich aber gedulden muss, bis das niederländische Entwicklerteam der App, für die ich mich letztlich entschieden hatte, auch meine Wünsche berücksichtigt hat.</p>
<p>Dann las ich eines Samstags <a href="https://shumer.dev/something-big-is-happening">diesen Artikel</a> von Matt Shumer, den irgendwie alle gelesen hatten. Und auch wenn die Debatte über seine Zeilen zu Recht sehr kontrovers geführt wird, hatte ich trotzdem das dringende Gefühl, dem Vibe Coding eine zweite Chance zu geben. Geben zu müssen. Nicht für meine App, sondern weil ich nicht abgehängt sein möchte. Meine ersten Versuche im letzten Sommer mit Replit, Cursor, Bolt, v0 und Loveable hatten irgendwie zu keinem vernünftigen Ergebnis geführt, da wollte ich ein kleines Spiel programmieren, was in den Tools zum Teil schön aussah, bis zum Deployment habe ich es aber aus keinem der Tools gebracht. Dieses Mal sollte es Claude Code sein. Pro-Plan abonniert und los.</p>
<p>Zwei Stunden später, verteilt auf mehrere Zeitslots über mehrere Tage, war der Prototyp fertig. Eine echte, funktionierende To-do-App. Mit eigener kleiner Datenbank. Und Funktionen, die ich in keiner installierten App gefunden hatte, sondern jetzt für mich selbst erstellen ließ. Nicht von mir gebaut, sondern mit mir. Dieses Hochgefühl, wenn die eigene Web-App zum ersten Mal im Browser lädt und macht, was sie soll – das ist schwer zu beschreiben. Es gibt ein Seinfeld-Bit, in dem er sagt, dass sich Männer in dem Moment für immer verändern, wenn das erste Kind zur Welt kommt, denn jetzt können sie sagen: <a href="https://www.youtube.com/shorts/UC--RESydT4">I can make my own people!</a> Und wie natürlich sich die Unterhaltungen mit Claude anfühlen. »Hilft es dir, wenn du den Code menschenlesbar kommentierst?« – »Du, ich brauche das nicht. Aber wenn du willst, kommentiere ich ihn für dich. Nötig wäre es aber nicht.«</p>
<p>Ja, da verändert sich gerade etwas.</p>
<p>Zur Strafe für die freche Bemerkung habe ich Claude erst einmal seinen eigenen Code überarbeiten lassen, der nach dem ganzen Stückwerk durch meine häppchenweise vorgetragenen Wünsche nicht ganz so perfekt war, wie er immer tut.</p>
<p>Aber kurz danach blitzt sie natürlich wieder auf, die verdammte Kehrseite der Medaille. Wärmepumpe vor dem Haus, zwei E-Autos, Fotovoltaikanlage auf dem Dach, bloß nicht mit dem Flugzeug reisen – aber der feine Herr verballert in welchem Ausmaß auch immer Energie, um sich seine eigene App programmieren zu lassen. Glückwunsch. Mit dem Tool von einem US-Konzern. Glückwunsch. Und wahrscheinlich basieren die von Claude zusammengestöpselten Zeilen auf Code, <span style="font-size: inherit;">den andere geschrieben haben und auf User Interfaces, die andere designt haben. Glückwunsch. </span>Ich weiß nicht, wie ich diese Spannung auf Dauer aushalten werde, die jetzt irgendwie immer mit im Gepäck ist. Hier konkret: Dieser merkwürdige Stolz einerseits, dass ich, kein Entwickler, mir eine App gebaut habe, die genau das tut, was ich will, die auf meinem Server in Deutschland liegt, die meine Daten mir gehören lässt und die ich formen kann wie ich möchte. Und gleichzeitig bringt diese diebische Freude so viele unbeantwortete Fragen mit.</p>
<p>Habe ich gerade einen Schritt nach vorne gemacht oder zwei zurück? <span class="box">▪</span></p>
<p><a href="https://bonn.social/@stefanproksch/116212941972342205">Kommentieren?</a></p>
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        <title>Jahresrückblick 2025</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2026-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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                    War es jemals schwieriger, Jahre pauschal zu bewerten, als in einer Zeit, in der alles in Unordnung zu geraten scheint? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, wir sehr ich es mag, mich zum Jahresende durch alle Fotos zu klicken, meine Dumps und Toots durchzulesen,&hellip;
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                <p><!--StartFragment --></p>
<p class="pf0">War es jemals schwieriger, Jahre pauschal zu bewerten, als in einer Zeit, in der alles in Unordnung zu geraten scheint?</p>
<p>Ich weiß es nicht.</p>
<p>Ich weiß aber, wir sehr ich es mag, mich zum Jahresende durch alle Fotos zu klicken, meine Dumps und Toots durchzulesen, kleine Ereignisse zu zählen und festzuhalten, was hängen geblieben ist. Alltägliches steht dabei neben Einmaligem, Leichtes neben Schwerem. Manche Erkenntnisse überraschen mich selbst, andere sind jedes Jahr gleich und dürfen gerade deshalb wieder gesagt werden.</p>
<p>Der alljährliche Jahresrückblick ist deshalb keine abschließende Bewertung. Er ist eher eine lose Sammlung von Momenten, Beobachtungen und Gedanken aus einem Jahr, das sich nicht immer leicht angefühlt hat, aber erstaunlich tragfähig war. Oder anders gesagt: ein Versuch, 2025 einmal in Ruhe anzuschauen, bevor es 2026 einfach weitergeht.</p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Es macht mich richtig glücklich, dass ich nach dem Termin beim Kardiologen und der Ernährungsumstellung gemächlich 5 Kilogramm verloren habe. Daran kann ich 2026 anknüpfen, um vorne nicht mehr die 7 zu sehen. Und dabei hilft auch, dass ich mein Gewicht wöchentlich in diese Fit-for-life-Gruppe poste.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Die eine App sagt 2,6% weniger Schritte, die andere 2,1% im Vergleich zum Vorjahr. So oder so habe ich aber wieder die Vier-Millionen-Schritte-Marke geknackt und den Seven-Streak aufrechterhalten.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Vor dem Haareschneiden so, danach so.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Himmel, diese Frage kann man ja auch jenseits der Augenkraft beantworten! Hier versteckt sich sogar vielleicht der Schlüssel für ein ausgeglichenes Leben.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Mehr ausgegeben oder weniger? Die teuerste Anschaffung?</strong> Trotz des Karnevalsrabatts hat der ID.4 dazu beigetragen, dass das ein überdurchschnittlich teures Jahr war. Alle weiteren Gründe folgen.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Das leckerste Essen?</strong> Das Buffet im »Lotta gönnt sich was«, das Chicken Parmigiana im »LouLou«, das Frühstück im »Café Caprista«, das Pistazien-Ricotta-Pesto, die sizilianischen Pfirsiche und Panini mit Salsiccia vom Markt, die mit Vanilleeis gefüllten Macarons, die Tapas im »El Patio«, die Mezze im »Beirut«. </span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Das Jahr des Dugong« von John Ironmonger habe ich auf dem Rückweg aus Paris im Zug gelesen. Beeindruckend schuldig im Sinne der Anklage.</span></p>
<p class="pf0"><strong><span class="cf0">Der </span><span class="cf0">berührendste</span></strong><span class="cf0"><strong> Film?</strong> Die diesjährige Höchstwertung mit neun von zehn Punkten habe ich für fünf Filme notiert:</span></p>
<ul>
<li class="pf0"><span class="cf0">Mit dem Rewatch von »Speed« (1984) wollte ich überprüfen, ob ich den immer noch so gut finde wie mein 16-jähriges Ich. Ja, unverändert, aber berührend ist er nun nicht gerade.</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">»Sterben« (2024) ist fantastisch gespielt, aber genau diese Feststellung hat mich oft aus dem Film herausgezogen.</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">Die Neuverfilmung von »Momo« (2025) verfing am Anfang so gar nicht bei mir, aber die Geschichte von Michael Ende ist einfach zu gut, als dass sie mich nicht hätte nicht packen können. Wie Momo da vor dem Tresor sitzt wie seinerzeit Greta vor der Schule, das ist schon ein wahnsinnig starkes Bild.</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">»The Father« (2020) war der erste Film, den ich in diesem Jahr geschaut habe. Ich bin froh, dass uns mit unseren Eltern dieses Schicksal erspart geblieben ist.</span></li>
<li><span class="cf0">Den Titel aber bekommt »Brooklyn – eine Liebe zwischen zwei Welten« (2015) in diesem Jahr. Ich kann gar nicht in einfache Worte fassen, was diese Filme zu solchen macht, die mich einfach erwischen. Aber dieser hat es volle Breitseite.</span></li>
</ul>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Das beste Lied?</strong> Der Streaminganbieter, der nicht genannt werden darf, aber leider diesen praktischen Familienaccount anbietet, behauptet, dass es »Good Time Crew« von Kakkmaddafakka sei. Seit unserem Background-Auftritt bei Podstock höre ich aber auch »Mr. Jones« von Counting Crows mit ganz anderen Ohren.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Der beste Podcast?</strong> Auch hier fällt es mir schwer, nur einen Podcast oder gar eine Episode auszuwählen:</span></p>
<ul>
<li>Was Johannes mit <span class="cf0">»</span>LANOs Troubleshooters<span class="cf0">«</span> auf die Beine stellt, kann man gar nicht mehr Hobbyprojekt nennen. Es ist schön, ein Teil dessen zu sein – und das gemeinsame Livehören der ersten Staffel über Discord war ein ganz besonderer Moment in diesem Jahr.</li>
<li>Die vierte Staffel von <span class="cf0">»</span>Telephobia<span class="cf0">«</span> startet mit einer Folge, bei der ich vor Rührung im Zug laut schluchzen musste. Die Geschichten bleiben einfach weiterhin toll erzählt.</li>
<li>Irgendwann bin ich bei <span class="cf0">»</span>Auch interessant!<span class="cf0">«</span> eingestiegen – und selten war ein Podcastname dermaßen zutreffend. Was Ali Hackalife zu besprechen hat, ist in aller Regel auch wirklich interessant.</li>
<li>Bei den <span class="cf0">»</span>LEFTOVERS<span class="cf0">«</span> ertappe ich mich regelmäßig dabei, vor Glückseligkeit beim Hören zu lachen oder zu weinen. Schwieriges Thema, sehr gut erzählt.</li>
<li>Na ja, und wenn der eigene Podcast volljährig wird und das mit einer kleinen Feier in Köln begeht, gehört er zumindest in diesem Jahr einmal in die Reihe der besten Podcasts – einfach weil <span class="cf0">»Esel und Teddy«</span> fantastische Hörer*innen haben, die uns zu unserer 800. Folge später im Jahr auch noch einen kleinen Wald geschenkt haben.</li>
</ul>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien. Immer und immer wieder.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Erfreut haben mich?</strong> </span><span class="cf0">So viele liebe Menschen auf unserer Podcast-Geburtstagsfeier, die ich zum Teil vorher weder gesehen noch digital gekannt habe. So wurde Podstock 2025 vom Auswärtsspiel zum Heimspiel.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt?</strong> Sechs Konzerte, drei Reisen und zwei Ausstellungen</span><span class="cf0">. So ein üppiges Jahr war das.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Drei terminlose Wochenenden, die nicht in die Urlaubszeiten fallen und an denen ich guten Gewissens nur schöne Sachen mache. (Ja, das kann nur ich mir selbst schenken.) Alternativ: Meinen Musikkonsum verdreifachen. Bewusstes Musikhören hat in diesem Jahr oftmals sehr gut getan.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Ich glaube, dass es ein noch schöneres Gefühl ist, dabei zu sein, wenn die Wünsche anderer Menschen in Erfüllung gehen und ihre Träume greifbar werden. Davon gab es in diesem Jahr so einige.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Ich mochte die Postkarten aus der Morpho-Maschine sehr</span><span class="cf0">. Aber auch die Mithilfe am Buch von Julia Maria Kirchberg.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Die 24-Stunden-Auswertung meines Blutdrucks.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat?</strong> </span></p>
<ul>
<li class="pf0"><span class="cf0">»Deine Haut ist zu kurz.«</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">»Greifen jetzt die körpereigenen Drogen?«</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">»Du schleichst hier wie so ein Chlochard durch das Wohnzimmer auf der Suche nach was Essbarem.«</span></li>
<li><span class="cf0">»</span>Vatti, ich habe übrigens deine Socken an.<span class="cf0">«</span></li>
<li><span class="cf0">»</span>Vielleicht bist du auch einfach zu gut.<span class="cf0">«</span></li>
<li><span class="cf0">»Du hast das Spiel nicht verloren. Die Regeln haben sich nur geändert.</span><span class="cf0">«</span></li>
<li class="pf0"><span class="cf0">»Machen Sie sich nicht verrückt, dann sehen wir uns nicht wieder.«</span></li>
<li><span class="cf0">»</span>Ab jetzt: Selbstfürsorge!<span class="cf0">«</span></li>
<li><span class="cf0">»</span>So beweglich sind nicht viele Männer in Ihrem Alter.<span class="cf0">«</span></li>
</ul>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> </span><span class="cf0">Dass nicht jeder Termin wie ein Termin behandelt werden sollte.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> So viele kluge Gesprächspartner*innen an meiner Seite zu wissen.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Die Drohung. Die Stummschaltung. Das Tribunal.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>2025 zum ersten Mal getan?</strong> Eine Schneerakete gebaut, Jan Böhmermann und das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld live gesehen, in einem Synchronstudio vor dem Mikrofon gestanden, auf einem Pixelfed-Account mit Dump-Posts gestartet, live beim Sanremo-Festival eingeschaltet, Seerosen dirigiert, Tom Gaebel live gesehen, Tortenaufleger drucken lassen, in Premium-Seats einen Film geschaut, Maastricht besucht, E-Cart-Battles gefahren, meinen Rechner mit Aufklebern beklebt, das ESC-Bingo gespielt, den Eiffelturm bestiegen, gevibecodet, ein Spermiogramm erstellen lassen, meinen Geburtstag im Sommer gefeiert, Kennzeichen gesammelt, Radio Vorarlberg und 90s90s gehört, mein Fahrrad zur Inspektion gebracht, eine Bombe entschärft, mich in PowerPoint-Karaoke versucht, mit dem Bogen geschossen, ein analoges Point-and-Click-Adventure gespielt, beim Bingo gewonnen, den Chiropraktiker aufgesucht, an einem Tippspieltag mit allen neun Tendenzen richtig gelegen, den fantastischen Benson Boone live gesehen, den ganz anders fantastischen Guildo Horn live gesehen, die Türdämmung am Kamin ersetzt, »Lass dich nicht erwischen« gespielt.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>2025 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Einen Raum renoviert, eine Radtour gemacht, in der Springmaus gewesen, ein Barcamp besucht, Podcast-Hörer*innen eingeladen, ein Linux-System installiert, Bowling gespielt, in der Hardtberghalle gewesen, Basketball gespielt, eine Hochzeit gefeiert, in einer Kneipe versackt, die Garagenwand gestrichen, einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, einen Storch in freier Wildbahn gesehen, ein Segelboot gefahren, Ascona besucht, eine Armkette gekauft, Nasenflöte gespielt, Eier gegessen, einen Gewürzkuchen gebacken, einen Salzbraten gemacht, einen Escape-Room gelöst.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Und was war sonst noch?</strong> Das Zusammentragen der Steuerunterlagen am Neujahrstag, die Verkäufe und Auktionen, die Zeichen des Himmels, die Standuhrreparatur, Erstunterstützer von Save Social, Ghosting durch Handwerker und Anwälte, Mr. Invincible, die Centstück-Sammlung, die von Herzen ergriffene Soldatin, das Why-not-Klebetattoo, der wiedergefundene Kopfhörer, der Dialog mit dem Verkäufer an der Käsetheke, Doppel-Kamikaze bei Cabo, der Strandtag in Zülpich, die Ginger-Ale-Bowle, die Vignette auf der Zigarettenschachtel, meine Nashies, die Alufolien-Verdunkelung, das Gespräch mit der Küsterin, die Devotionalien von Ruth Maria Kubitschek, unser Kellner, die geschenkte Pergola, die Führungskräfteseminare, die tagelange Suche nach einem neuen Appartamento, Ameisenstraßen in der Küche, Lagerfeuerabende mit Restholz, Klickvieh, die Apfelbaumbestimmung, Warteschlangen auf der Buchmesse, der unerfolgreiche Dufttest, der Ausflug nach Bremerhaven, das beste Tom-Odell-Konzert bisher, der Umstieg zu Tuta, der Geburtstagsvormittag in Bonn, vier wunderschöne Lebkuchenhäuser, Schienenersatzverkehr XXL, fast 500 Bäume in Nicaragua, die Stirnlampen in der Post, die Geräusche vom Zoe, die Frau mit den heilenden Händen, die Hausbewertung, Kartoffelchips am Vormittag, Fridas Wassermelonen, »jeder lebt sein eignes Leben, aber wenn wir uns begegnen, ist es so, wie's früher war, das ist die beste Zeit im Jahr«, der Wechsel von Bookwyrm zu Storygraph, vier Kinobesuche, eine zweistellige Anzahl gefangener Mäuse, ein nicht unterbrochener Duolingo-Streak, dieses Blogdings mit zusätzlichem i und endlich ohne Cookie-Banner.</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>Vorherrschendes Gefühl 2025?</strong> »Am Ende haben wir es noch irgendwie durchgeprokscht.«</span></p>
<p class="pf0"><span class="cf0"><strong>2025 war mit einem Wort?</strong> </span><span class="cf0">Resilient</span><span class="cf0">. <span class="box">▪</span></span></p>
<p><!--EndFragment --></p>
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        <title>Neues Blogdiings</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2025-12-31T16:45:00+01:00</updated>
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                    Es hat mich jedes Mal genervt, nur für den Jahresrückblick die WordPress-Installation zu öffnen, mich durch alle noch nicht automatisch erfolgten Plugin-Updates zu klicken und das Cookie-Banner zu ertragen, obwohl ich doch eigentlich gar keine Keksdose für fremde Kekse aufstellen möchte. Das jenseits des einmal&hellip;
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                <p>Es hat mich jedes Mal genervt, nur für den Jahresrückblick die WordPress-Installation zu öffnen, mich durch alle noch nicht automatisch erfolgten Plugin-Updates zu klicken und das Cookie-Banner zu ertragen, obwohl ich doch eigentlich gar keine Keksdose für fremde Kekse aufstellen möchte. Das jenseits des einmal jährlichen Posts zu machen: Nein, danke!</p>
<p>Irgendwie wusste ich irgendwann, dass ich auf der Suche nach einem Flat File CMS oder einem Static Site Generator bin, also einer Software, die mein Blogdings lokal erzeugt, ohne Datenbank auskommt und mich letztlich einfach HTML-Seiten auf den Webspace schubsen lässt. Mit <a href="https://loggbok.de/">Denis</a> habe ich mich einige Male dazu ausgetauscht, mich im vergangenen Jahr erst mit Grav beschäftigt, dann kurz in Yellow verguckt – und wäre fast bei Hugo gelandet. Doch dann bin ich wieder an unterschiedlichen Themes und technischen Kleinigkeiten gescheitert und mir ist die Lust einen Tag vor Heiligabend eigentlich wieder vergangen.</p>
<p>Aber nach diesen vier verlorenen Stunden im Terminal habe ich mich noch einmal frisch auf die Suche gemacht, um den Jahresrückblick 2025 bloß nicht in WordPress verfassen zu müssen; und habe Publii entdeckt. »Denis, kennste?« – »Ja, aber das und das gefiel mir nicht.« – »Aber das könnte mir egal sein?« – »Ja, für dich passt das vielleicht sogar gut.«</p>
<p>Ich könnte nicht begeisterter sein, wie gut Publii in der aktuellen Version mit der bescheidenen Versionsnummer 0.47.4 funktioniert. Der WordPress-Import funktionierte fehlerfrei, die veröffentlichten Jahresrückblicke (und die 600 aus einem alten Blog importierten, derzeit unveröffentlichten Einträge aus der Vergangenheit) waren wortwörtlich per Knopfdruck übertragen. Ich habe schnell ein Theme gefunden, das mir für den ersten Wurf gefällt. Sogar passende Fotos pro Jahreseintrag habe ich in den letzten Tagen in den entsprechenden Ordnern gefunden. An der einen oder anderen Stelle fehlt es noch, aber wenn der Spaß erst einmal zurückkehrt ... Diesen Eintrag habe ich mal eben am Silvesternachmittag heruntergeschrieben. Das ist alles so schön, dass ich dem Blogdings gleich mal ein weiteres i geschenkt habe.</p>
<p>Hallo, Blogdiings, lass uns gemeinsam im süßen Nichtstun verlieren! <span class="box">▪</span></p>
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        <title>Jahresrückblick 2024</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2025-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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                    Es waren ohnehin unruhige Wochen, denn meine Schwägerin lag im Sterben. Jeden Tag erwarteten wir die Nachricht. Der Sommerurlaub rückte näher und mit ihm die Ungewissheit, ob wir an jenem Tag hier vor Ort oder in Italien sein würden, ob wir die zwei Wochen überhaupt&hellip;
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                    <p><img src="https://www.stefanproksch.de/blog/media/posts/687/jahresrueckblick-2024.jpg" class="type:primaryImage" alt="" /></p>
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<p class="has-drop-cap">Es waren ohnehin unruhige Wochen, denn meine Schwägerin lag im Sterben. Jeden Tag erwarteten wir die Nachricht. Der Sommerurlaub rückte näher und mit ihm die Ungewissheit, ob wir an jenem Tag hier vor Ort oder in Italien sein würden, ob wir die zwei Wochen überhaupt (ganz) in den Ferien verbringen könnten, ob wir nicht Dinge in Deutschland regeln müssten. Mitten in diese Ungewissheit hinein starb meine Mama plötzlich und unerwartet. Am 29. Juni stellte sich das Jahr auf den Kopf. Meine Schwägerin starb wenige Tage später. 2024 habe ich geweint wie wohl noch nie. Verlor mich in meinen Gedanken oder war nicht in der Lage, überhaupt zu denken. Ein schicksalhaftes Jahr für unsere Familien, über das alle ihre ganz eigene Geschichte, ihre eigenen Geschichten erzählen. All die persönlichen Fragen, die ich mir hier im Blogdings am Ende eines Jahres stelle, kann ich aber auch 2024 beantworten. Wie in jedem verdammten Jahr.</p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Ab der Jahresmitte, sagt die App meiner Waage, macht die Gewichtskurve einen sichtbaren Knick nach oben. (Plus 2,6 Kilo von Jahresanfang zu Jahresende.) War da Mitte des Jahres etwas?</p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger? </strong>Ab der Jahresmitte, sagt der Jahresrückblick von Seven, habe ich nur noch halb so viele Workouts pro Monat gemacht wie im ersten Halbjahr. (Ich bin einfach nur noch spazieren gegangen, habe keine anderen mehr Trainings gemacht.) War da Mitte des Jahres etwas?</p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Same same.</p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Zwei Dinge sind bemerkenswert: Ich habe mich in diesem Jahr für eine neue Brillenform entschieden und für meine erste Bildschirmarbeitsplatzbrille. Geschrieben mit unglaublich scharfem Blick.</p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger? Die teuerste Anschaffung?</strong> Das war ein teures Jahr. Erst wollte im Frühjahr das Haus komplett gedämmt werden, dann die alte Ölheizung im Herbst einfach nicht mehr anspringen. Vermutlich haben wir auch versucht, mit positiven Erlebnissen emotionale Pflaster auf die Wunden zu kleben, die dieses Jahr hinterlassen hat. Das alles ging ins Geld. Die mit Abstand teuerste persönliche Einzelanschaffung war dabei die neue Brille.</p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Die Super-Bowl-Snacks, die Pizza in Bern, der Rahmkäse vom Markt, der Kaviar in Damme, der Shi-Spezialteller, Mälzer&amp;Fu Nutty Corn Flakes Milk, das DJH-Resort-Buffet, die Kindergarten-Kürbissuppe, Flower Sprouts.</p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> Bei nur elf gelesenen Büchern in diesem Jahr war die Auswahl nicht groß. »Dein Fortsein ist Finsternis« von Jon Kalman Stefansson, »Kein guter Mann« von Andreas Izquierdo und »Dschungel« von Friedemann Karig haben mich aber alle beeindruckt.</p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> »Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick« hat bei mir alle Emotionen wachgekitzelt. Danke, liebe <a href="https://www.kultpess.de/">Kulturpessimist*innen</a>, für den Tipp dazu in der Jahresabschlussgala 2023.</p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> Die Kinder haben am schönsten zu »Belong Together« von Mark Ambor im Auto mitgesungen. Wenn auf Cadena 100 »Nunca volverá« von El Sueño de Morfeo lief, zog das mein Ohr magisch an. Beim ESC-Vorentscheid hätte ich »Katze« von Galant nach Malmö geschickt. Spotify behauptet, »The Code« von Nemo sei mein Lieblingslied gewesen. WDR 2 hat mir »Simple Life« von Leony während der Europameisterschaft ins Hirn gedudelt. Gut unterhalten hat mich die Tatsache, dass Matthias Schweighöfer und The Mighty Winterscheidts tatsächlich »Fazzoletti« produziert haben. Bei Jeck im Sunnesching hat mich Kasalla mit »Immer noch do« eiskalt erwischt. Genauso auch »Never gonna give you up« in dieser einen Gitarrenversion. »Best Time of the Year« von Nick &amp; Simon erwärmte mein musikalisches Herz zuverlässig in der Vorweihnachtszeit.</p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> »Die Elefantenrunde« mit Lily Preßler und John Allen zeigt mir seit diesem Jahr regelmäßig, was ganz tief im Hinterstübchen abgespeichert ist. »Strangers on a Bench« von Tom Rosenthal mag ich als Format unfassbar gerne, ebenso »Schreiben &amp; Schreddern« von Marc-Uwe Kling. In die vorderen Ränge meiner regelmäßig gehörten Politik-Podcasts hat sich mit Leichtigkeit »Politik mit Anne Will« gespielt.</p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien. Immer und immer wieder. Dieses Jahr umso mehr.</p>
<p><strong>Erfreut haben mich?</strong> Die Menschen, die uns live auf der Außenbühne bei Podstock zugehört, zugesehen und applaudiert haben, als wir die 750. Episode von »Esel und Teddy« aufgenommen haben. Das war ein Highlight unserer Hobbykarriere.</p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt?</strong> Der eine Todesfall, der andere Todesfall und die zahlreichen Geräuschkulissen von Handwerkern.</p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Vor dem Verfassen des Jahresrückblicks gibt es immer diesen schrecklichen Moment, in dem ich mit diesem WordPress-Dings unglücklich bin. Da lauern zig Aktualisierungen von Plugins, es gibt ein Cookie-Banner, obwohl ich eigentlich gar keine Keksdose für fremde Kekse aufstellen möchte, und was es nicht sonst alles zu bedenken und abzusichern gibt, wenn man eigentlich nur kurz mal was ins Internet schreiben möchte. Mir fiel ein, dass Denis das irgendwie schlank gelöst hat, wir chatteten ein bisschen in Mastodon-Privatnachrichten, technisch hat er das <a href="https://loggbok.de/2024/12/25/inhalte-ueberwinden/">alles hier zusammengefasst</a>. Im Anschluss gab es dann diese zwei Stunden, in denen ich Software auf meinem Webspace installierte, ausprobierte, verwarf, technischen Voodoo ohne den Hauch einer Ahnung vollzog, Datenbanken löschte, in Anleitungen versank – zwei Stunden der ungebremsten, nicht hinterfragten Zerstreuung. Die taten unglaublich gut, die fühlten sich so an wie früher. (So ähnlich waren auch die vier Stunden im Garten, als ich meine Fähigkeiten im Iglubau zu perfektionieren versuchte. Oder die drei Stunden, in denen ich in Suno versank und aus Versehen ein neues Podcast-Intro entstand.) Von diesen Momenten hätte ich gerne viel mehr im kommenden Jahr; wieder drei sind für den Anfang aber auch okay.</p>
<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Irgendwie war es nicht das Jahr dafür. Aber vom Heizöl befreit zu sein, habe ich mir schon lange gewünscht.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Vielleicht, dass ich zufällig im richtigen Moment da war. Sie wird es mir aber nicht beantworten.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Die Ansprache beim Auferstehungsgottesdienst.</p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat?</strong> »Da merkt man einfach, wie hochgebildet du bist. Dann doch.« | »Hallo, da werd' ich ja ganz feucht im Schlüpper!« | »Halte ich gerade dich fest oder du mich?« | »Dein Vater war ja schon bekloppt, aber nicht so sehr wie du.« | »Wenn ich Ihnen das so sagen darf: Sie sehen richtig beschissen aus.« | »Ich glaube nicht, dass wir so lange befreundet sein sollten.« | »Du bist ein begnadeter Herumlaberer.« | »Wie soll ich Ihnen das jetzt erklären? Sie sind ja nicht vom Fach.«</p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> Wie viele Gedanken bei mir immer unbewusst mitliefen. Mitlaufen.</p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Jedes einzelne tröstende Wort, auch die unausgesprochenen.</p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Das Schicksal in seiner Schicksalhaftigkeit. Das lässt sich doch besser dosieren, mein Freund.</p>
<p><strong>2024 zum ersten Mal getan?</strong> Die Wohnung in der Adenauerallee besucht, Pitpat gespielt, die Minus-20-Grad-Jacke getragen, die Feuerschale im Schnee aufgestellt, Schloss Arenfels besucht, Chili con Grilli gegessen, Quinoa-Croissants gegessen, ein Kehrwieder üNN IPA getrunken, mit der Boombox im Rollator am Straßenrand gestanden, das Haus einrüsten lassen, Cavalluna gesehen, die Energie von Herrn Schröder erlebt, ein Barcamp besucht, zum Tagebau Hambach gefahren, den Flying Fox gemeistert, einen Duolingo-Streak gestartet, eine verschimmelte Dartscheibe entsorgt, den Keller entfeuchtet, im Bällebad von EmotionAir abgetaucht, Pinsa gegessen, einen Friedwald besucht, nach Bern gefahren, den Autoverlad genutzt, einer Giraffe im GaiaZOO in die Augen geschaut, ein Foto mit dem OBI-Biber geschossen, in einem Holzfass geschlafen, ein Fangirl-Foto unterschrieben, bei einem Live-Hörspiel mitgemacht, Knochenschallkopfhörer getragen, Benjamin-Blümchen-Torte gegessen, von der Polizei abschleppen lassen, die Buchmesse in Frankfurt besucht, mit 7% Zoe-Akku angekommen, Dieter Falk live gesehen, Truck Stop live gesehen, Mystery-Boxen geshoppt.</p>
<p><strong>2024 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Einen vierstöckigen Schneemann gebaut, im Büro gefrühstückt, gegen rechts demonstriert, Tom Odell live gesehen, eine Osternacht besucht, Depeche Mode live gesehen, im Nyx gewesen, den Sommernachtstraum gesehen, alleine im Restaurant gegessen, eine Warnweste getragen, Ghosting, Thomas Gottschalk live gesehen, die Veranda beleuchtet, einen Weltmeister abgeklatscht, Boppin' B. live gesehen, mit Bus und Bahn zur Arbeit gefahren, in einer Vollsperrung gestanden, Puerto Patida besucht.</p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Der Katapult-Tageskalender, Luke Littler, die Harry-Potter-Ausstellung, Briefe an Abgeordnete und Minister*innen für das Demokratieförderungsgesetz, der Spaziergang durch Ehrenfeld, die stolze Halbmillionärin, der Hund im Haus, die Rheinfahrt zum Geburtstag, abdunkelnde Fensterfolie, der Schnauzbart im Himalayak, zig gefangene Mäuse, die Schafherde am Rhein, das Camp, viele Tassen Kaffee in der Blauen Welle, die großartige Abenteuergolf-Anlage, die unterhaltsame Bürger*innenversammlung, die überdimensionale Murmelbahn, WSMDS-Binge-Watching, Minderleistung auf der PV-Anlage, Mäandern, die unwirkliche erste Woche in Cannobio, alle Matrix-Filme am Stück, die Nachmieterin, die Videoerkenntnis im Phantasialand, Duell der Gartenprofis und Bares für Rares, Wassertablette, die henkelrot-Reunion, die Sorgen um die Gesundheit von Freund*innen, die Musiker beim Sommerfest in Hannover, die perfekte Holzlieferung, die Chorprobe durch Heidelberger Fenster, die rabiate Wohnungsauflösung, die Gespräche am Lagerfeuer, die nachgefüllte Wurzelfüllung, die dritte Staffel von The Bear, die netten ADAC-Mitarbeiter, der piepsende Ford, die Kettcar-Panne, der Sheriff an der A31, die kleine Lade-Odyssee, der blaue Zeh, die erste Staffel von Poker Face, der Ausbau der Ölheizung, der Einbau der Wärmepumpe, die erste Niederlage, ein neuer Roborock, die Bürolampen, Wichtelgeschichten, das Geschenk in der L'Osteria Piccola, das taz-Abo, die Seven-Tests, Dorfromantik, unzählige Sprachnachrichten, 4.102.783 Schritte.</p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2024?</strong> Seelenschwere.</p>
<p><strong>2024 war mit einem Wort?</strong> Unbegreiflich. <span class="box">▪</span></p>
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        <title>Jahresrückblick 2023</title>
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            <name>Stefan</name>
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<p class="has-drop-cap">Es gehört doch irgendwie zu diesem Jahr, ChatGPT darum zu bitten, mir das Schreiben dieser Einleitung abzunehmen. Ich habe die Einleitungstexte und Fragebögen der letzten Jahre zur Analyse hochgeladen (»Trainingsmaterial«) und darum gebeten, die Lücke hier zu füllen. Zu analysieren, wie diese Einleitung im Verhältnis zu den beantworteten Fragen klingt, den Stil imitierend, die Textlänge und den Aufbau kopierend. Das Ergebnis war dieses:</p>
<p><em>2023, ein Jahr der Veränderung und neuen Anfänge. Es war ein Jahr, in dem die Tage manchmal endlos schienen, aber die Monate wie im Fluge vergingen. Ein Jahr voller Überraschungen, Herausforderungen und Erkenntnisse, die mich sowohl gefordert als auch bereichert haben. In diesem Jahr habe ich gelernt, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft, aber gerade in diesen unvorhergesehenen Wendungen liegt der wahre Zauber des Daseins. Dies ist die Geschichte eines Jahres, das mich gelehrt hat, im Chaos die Harmonie zu finden und in jeder Erfahrung einen Schatz zu sehen.</em></p>
<p>Wow. So schreibe ich also. Wie ein verlässliches Horoskop. Weiß man, wie es dank KI um die Berufe in der Astrologie bestellt ist? Aber ich muss ChatGPT auch zugute halten, dass ich in meinen Jahresrückblicken viele Dinge bewusst nicht beim Namen nenne. Kryptocontent nannte man das, als es noch keine BTC-Kurse gab.</p>
<p>Auf die Bitte, die Einleitung nicht so allgemein zu halten, sondern aus den Antworten des Fragebogens mehr vom Charakter des vergangenen Jahres zu destillieren, konterte ChatGPT jedenfalls wie folgt:</p>
<p><em>Das Jahr 2023 war für mich ein Kaleidoskop unerwarteter Momente und tiefer Selbsterkenntnis. Es begann mit der mutigen Entscheidung, [ein persönliches Ereignis oder eine Veränderung], eine Erfahrung, die mich herausgefordert und geprägt hat. In den Sommermonaten fand ich Freude und Inspiration in [einem besonderen Erlebnis oder Hobby], das mir zeigte, wie farbenfroh das Leben sein kann. Und im Herbst [eine weitere bedeutende Erfahrung oder Erkenntnis], eine Lektion in Geduld und Dankbarkeit. 2023 war ein Jahr der Introspektion und des Wachstums, geprägt von Momenten, die ich nicht missen möchte.</em></p>
<p>Beide Ergebnisse erleichtern mich, beruflich und privat. Das ist doch schon ein Wert an sich.</p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Plus 1,1, minus 0,1, minus 2,8, minus 0,5, plus 0,1, plus 0,8, plus 0,6, minus 0,5, minus 0,4, plus 0,4, plus 0,1, plus 1,2. Macht plus/minus null. Fühlt sich aber anders an.</p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Genau gleich – bis auf die kleinen Unterschiede, die der neue Langhaarschneider macht. Seine Anschaffung war überfällig.</p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Der nächste Termin bei der Augenärztin ist Mitte Februar. Auch überfällig.</p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Am 22. Februar habe ich die Apple Watch zum ersten Mal getragen, seit dem 23. Februar habe ich täglich alle drei Ringe (500 Kilokalorien, 60 Minuten, 12 Stunden) geschlossen. Was ist das nur mit mir? Damit waren von einem Tag auf den anderen die 10.000 Schritte als Tagesziel aus dem Rennen, alle Ambitionen drehen sich seitdem ausschließlich um den grünen Ring. Spaziergänge, Laufbandminuten, Seven-Duelle. Mit dem netten Nebeneffekt, dass ich in diesem Jahr die 4 Millionen Schritte geknackt habe.</p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger? Die teuerste Anschaffung?</strong> Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass trotz aller Unternehmungen in diesem Jahr da am Ende nur ein dreistelliges Minus in meinem Jahresplaner steht. Die teuerste Anschaffung habe ich bei mir selbst geleast.</p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Wenn es um Sauceability, Forkability und Toothsinkability geht, haben in diesem Jahr die Cascatelli die Nase vorn.</p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Qualityland« von Marc-Uwe Kling. (Meine Herren, habe ich wenig gelesen in diesem Jahr. Zumindest Bücher. Das möchte ich gerne ändern.)</p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> Dieses Jahr habe ich genau zwei Filmen 9 von 10 Sternen auf IMDb gegeben: »In &amp; of Itself« und »Red, White &amp; Royal Blue«. (Sollte ich die gängigen Plattformen mal nach dem kaufmännischen Und-Zeichen durchsuchen? Scheint ein Erfolgsgarant zu sein.) Beide Filme hatten aber nicht die Intensität, mit der mich die zweite Staffel von »The Bear« umgehauen hat. (Die Szene am Kühlregal! Und die Weihnachtsepisode!) Oder die drei Staffeln »The Morning Show«, die ich in lange vergessenem Tempo durchgebingt habe. (Reese Witherspoon: Dir gehören alle Serienpreise! Und dass Billy Crudup eines Tages der beste Bond-Bösewicht aller Zeiten wird, steht außer Frage!)</p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> »Flowers« von Miley Cyrus. Am, Dm, G, C. Nicht zu vergessen: E⁷ und F.</p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> Aktuell schlummern 559 ungehörte Episoden in Overcast. Faire Bewertung unmöglich. Aber »too many tabs – der Podcast« mit Carolin Worbs und Miguel Robitzky hat es dieses Jahr aus dem Stand in die Top 10 meiner Priority Podcasts geschafft.</p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien. Immer und immer wieder.</p>
<p><strong>Erfreut haben mich?</strong> Ich hatte, wir hatten erlebnistechnisch offensichtlich etwas nachzuholen in diesem Jahr. Und ich freue mich, wie viele tolle Erinnerungen wir damit geschaffen haben.</p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt?</strong> Der Auszug, der Einzug, die Ängste.</p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Ganz schön provokativ habe ich im letzten Jahr formuliert, dass es doch immer nur um diese drei geht: Geborgenheit, Gesundheit und Gelassenheit. Dass ich mich um Erste kaum kümmern muss, ist ein Geschenk. Wie entscheidend die Zweite ist, auch und gerade die seelische, hat dieses Jahr an vielen Stellen deutlich gezeigt. Und die Dritte ist (m)eine Lebensaufgabe. Gelassenheit. Darin steckt wohl auch, von Dingen zu lassen, es laufen zu lassen oder es auch mal gut sein zu lassen.</p>
<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Mit genug Abstand war es ein traumhaftes Jahr. Wunschlos glücklich bin ich trotzdem nicht, dazu müsste es vielen lieben Menschen einfach besser gehen.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Diese Frage müssen in diesem Jahr die Beschenkten beantworten.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Der Proksch-Buzzer.</p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat?</strong> »Du bist ein bisschen mehr Rampensau als ich erst dachte – und das gefällt mir ganz gut!« | »Du böser Mann!« | »Trainierst du?« | »Dein Polnisch ist ausgezeichnet!« | »Sind Sie Ausdauersportler?« | »Moin. Du bist super!«</p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> Irgendwas mit künstlicher Intelligenz und der Zukunft.</p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Mit einer solch – setzen Sie hier jedes Adjektiv ein, das positiv besetzt ist – Frau verheiratet zu sein. Beispiele: klug, umsichtig, belesen, liebevoll, zuvorkommend.</p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Alles, was unter den Tisch gefallen ist.</p>
<p><strong>2023 zum ersten Mal getan?</strong> Topinambur gegessen, Grillen gegessen, mit einem Oldtimerbus gefahren, (fast) den nördlichsten Punkt Deutschlands bereist, mit der Uhr bezahlt, Starlight Express gesehen, Kasalla gesehen, Riebelgrieß zubereitet, eine eigene Nextcloud eingerichtet, die Drachenburg besichtigt, Konfirmation gefeiert, Legoland besucht, einen McRaclette gegessen, Tom Odell gesehen, Ricky Martin gesehen, Odonien besucht, im Troisdorfer Pool gebadet, meine Stimme synthetisiert, mehrfach Eintrittsgeld für Podcaster*innen auf Bühnen bezahlt, in Neustadt an der Weinstraße gefeiert, ein Auto verkauft, Smoke Pops gegessen, Geld für einen Newsletter bezahlt, den Kahlen Asten bestiegen, bei Fantasy Football getippt, in einem Chalet geschlafen, den Darts-Weltmeister beim Walk-on abgeklatscht, eine Überwachungskamera in Betrieb genommen, Online-Skat gespielt.</p>
<p><strong>2023 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Sylt bereist, Menschen das erste Mal nach langer Corona-Pause wiedergesehen, Depeche Mode gesehen, Schloss Neuschwanstein besichtigt, eine Abschlussfeier besucht, den Drachenfels bestiegen, in Hannover geschlafen, Arancini gegessen, Locarno besucht, ein neues Tagesgeldkonto eröffnet, Blockbuster in Kinos gesehen, ein Implantat (neu) verschraubt bekommen, Pützchens Markt besucht, einen zweiten Geburtstag gefeiert, einen Social-Media-Account gelöscht, einen Asterix-Band gelesen, neue Social-Media-Accounts angelegt, das Büro gewechselt, demonstriert, beim Notar gesessen.</p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Das »best leg ever«, Iglubau im Januar, der Remarkable, die Ehrennadel, die Eiskarte, Indoor-Grillen mit Stockbrot, die Fahrradprüfung, Bronzemedaillen beim Geburtstag, die kleine Kirmes, der Trampolinpark, die Vermieterin im Allgäu, Sommer-Bundles, die Schlusskonferenz im Radio, der Easy Sushi Maker, die Coppa LiBARtadores, Alltagsgeschirr aus Intra, »Hallo Leuts!«, die Verabschiedung des Au-pairs, die Danke-Party, die WC-Sitzlampe, mit ampido geparkt, der Nasenunfall, Abrechnungen mit Tricount, der Porträtmaler in Middelburg, Reiswaffel-Tiramisu, die Party ohne Grund, jröne Papajeie im Garten, vier gefangene Mäuse, das Krimi-Dinner, Podcast-Duelle, die »erfolgreiche Reparatur« der Spülmaschine, 700 Episoden, ziemlich viele Kleinanzeigen, der Exit-Adventskalender, immer noch ganz viele Sprachnachrichten.</p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2023?</strong> Rastlosigkeit.</p>
<p><strong>2023 war mit einem Wort?</strong> Voll. <span class="box">▪</span></p>
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        <title>Jahresrückblick 2022</title>
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            <name>Stefan</name>
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<p class="has-drop-cap">Ich bin dankbar dafür, wie oft es mir erfolgreich gelingt, globale Krisen im Alltag auszublenden. Natürlich lag ich die ersten Tage und Wochen nach dem 24. Februar morgens in angstvoller Erwartung der 6-Uhr-Nachrichten im Bett – bis die erste Meldung irgendwann wieder zur belanglosen Horse-Race-Berichterstattung geworden war und die Angst der Gewöhnung wich. Die Tagesschau habe ich in diesem Jahr aus Selbstschutz fast gar nicht mehr geschaut, über lange Strecken liefen im Küchenradio reine Musiksender. Die Mobilseite des ARD-Videotexts reicht mir als Nachrichtenquelle vollkommen aus, dazu noch der eine oder andere wochenrückblickende Podcast, die unaufgeregten logo!-Kindernachrichten oder auch mal eine Wochenzeitung im Probeabo. »Covid, guerra, acqua, cos'altro?« Ich weiß, dass mit meinem medialen Rückzug die Kriege, Krisen oder Katastrophen nicht aufhören. Pandemien auch nicht, die werden einfach endemisch.</p>
<p>Aber es gibt eben auch in meinem kleinen, im Vergleich so unbedrohlichen Alltag genug Ereignisse und Entscheidungen, die Zeit und Kraft einfordern. Darunter auch so viele Momente, die lustig sind oder Spaß machen. Darf man die noch vertwittern oder betröten oder auf Instagram teilen? So viele Scheren in Kopf, so wenig Antrieb, jedes Mal abzuwägen und die Entscheidung zu treffen, ob das jetzt mit der bescheidenen Öffentlichkeit geteilt werden sollte; ich glaube, ich musste noch nie so wenig öffentliches Material für diesen Rückblick sichten wie in diesem Jahr. Was ich sagen will: Auch 2022 ist dieser Jahresrückblick – vielleicht mehr denn je – als das zu lesen, was er immer schon war: ein gewöhnlicher Alltagsrückblick.</p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Von Neujahr zu Neujahr steht da ein Plus von 600 Gramm mit einem Spitze-Tal-Wert von 4 Kilogramm. Darin nicht mehr enthalten: 3 Kilogramm Körperfett.</p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Genau. Wenn sie etwas länger sind, werden sie weiterhin inhouse etwas kürzer gemacht. Manchmal mit Feiertagszuschlag.</p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Wunderbare Gleitsicht.</p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Ohne die Ausfälle zum Ende des Jahres wäre ich auf Vorjahresniveau gelandet und hatte sogar geplant, mit Extraschichten auf dem Laufband das anvisierte Ziel von 4 Millionen zum Jahreswechsel zu knacken. So sind es jetzt in Summe 3.687.344 Schritte geworden. Dazu gesellen sich 310 Seven-Trainings.</p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger? Die teuerste Anschaffung?</strong> Dass auch dieses Jahr ein Plusminusleichtimplus-Jahr ist, verwundert mich am Ende schon ein bisschen. Ist doch alles teurer geworden! In der Tat: Unsere Lebensmittel- und Drogerieausgaben sind im Jahresdurchschnitt um 14,8 Prozent gestiegen. Wohl dem, der sein Geld auf gedankliche Konten verteilt, etwa das Handwerker-Konto. Denn mit dem dort geparkten Geld haben wir die Haustüre finanziert.</p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> »Das leckerste Essen ist das, das man auch schmeckt.« (Corona-Weisheit)</p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« von John Green.</p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> 9 von 10 und damit die meisten Sterne bei IMDb habe ich in diesem Jahr für »Encanto« vergeben. Erstaunlich, denn ich erinnere mich neben den imposanten Farben und der einen oder anderen Szene eigentlich nur noch an den, über den man nicht spricht, no, no, no. Ebenfalls 9 Sterne hat mit der ersten Staffel von »The Bear« im Übrigen eine Serie bekommen. Das war Fernsehen wie für mich gemacht.</p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> »Zweifel und Zuversicht« von Bodo Wartke.</p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> »Piratensender Powerplay« von Samira El Ouassil und Friedemann Karig.</p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien. Immer und immer wieder.</p>
<p><strong>Erfreut haben mich?</strong> Unzählige Sprachnachrichten. Milde Verläufe. Kleinste Fortschritte.</p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt? </strong>Infektionen. Urlaube. Drei Millionen.</p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Immer wieder schrieb ich hier: Zeit mit Büchern. Zeit mit Spielen. Zeit mit Genuss. Ich lag falsch. Es geht wohl eher um Geborgenheit, Gesundheit und Gelassenheit.</p>
<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Ich mache gedanklich einen Schritt zurück, um festzustellen: Es fehlt mir, es fehlt uns an nichts. Das bereits ist ein Traum – und wenn das zwischendurch mal nicht wunschlos glücklich macht, muss ich eben noch einen Schritt zurück.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Also sowohl Lavendelseife in Eselsform als auch so ein Brokkoli-Weihnachtsbaum-Anhänger ...</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Vertrauen.</p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? </strong>»Du hast die allerbesten Pläne.« | »Papa, du hast ein Herz geschwitzt.« | »Du hast schon als Kind in Rheinwerk-Bettwäsche geschlafen.« | »Bitte sag, dass du wieder bloggen wirst.« | »Du bist der allerbeste Familienkoch!« | »Ich finde cool, dass du das hier schreibst.«</p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7c2olMFEhK8">»I know that the ones who love us will miss us.«</a></p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Familie und Freundschaft.</p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> »Wer schreit, hat nicht recht.« Aber leider orientieren sich zu viele immer dorthin, wo es laut ist. Anstatt mit Verstand den klugen Menschen zuzuhören.</p>
<p><strong>2022 zum ersten Mal getan?</strong> Das Log1 (bis Ebene 45) gerätselt, Dampfnudeln im Reiskocher gemacht, einen Maibaum gebacken, etwas abkoffern lassen, ein Social Network bereits vor seinem Hype wieder verlassen, Sadri-Reis gegessen, die Wohnung von einem Roboter saugen und wischen lassen, die Insel Lindau bereist, »Noch mal!« gespielt, einen Negroni getrunken, einen Pizzabend für 12 Personen veranstaltet, einen Fahrradschlauch gewechselt, Skymonkeys steigen lassen, ein Reel veröffentlicht, Krabben gepult und gepult, nachts durch einen Schlosspark gelaufen, einen Wattwurm in der Hand gehabt, vor einer Klasse vorgelesen, Vorträgen zur Pubertät gelauscht, Vögel im eigenen Häuschen beobachtet, überzeugend mit einer KI gechattet.</p>
<p><strong>2022 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Bei »Unsere Stammbaum« viele Tränen verdrückt, Eierlikör-Berliner gegessen, an einer Friedensdemo teilgenommen, Poster bestellt, mit der Work Wife das Büro geteilt, ein Tippspiel gewonnen, Fotos im Fotoautomaten gemacht, Minigolf gespielt, ein Schild mitgenommen, im Zelt übernachtet, eine Austauschschülerin beherbergt, Gummistiefel getragen, zu IKEA gefahren, Guybrush Threepwood gesteuert, »Wetten dass...?« geschaut, Ukulele gespielt.</p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Unzählige Sprachnachrichten, der Familiengeburtstag per Videocall, der Parkplatzunfall mit aufgefangener Rückwärtskamera, die Groundhog-Day-Episode, die ausgefallene Jubiläums-Episode und ihr Sequel, das Bettenlager im Wohnzimmer wegen der kaputten Heizungspumpe nach Stromausfall, die »Passion« auf RTL als Familienabend, ein normales Gefäßalter, Einzüge ins Insektenhotel, viel Schnee im April, Isolation im eigenen Haus nach positivem Bürgertest, doppelte Holzlieferungen, Landtagswahl, in Bonn einen Strand entdeckt, Oma und Opa als zugeschaltete Schauspieler im Geburtstagskrimi, ein Frühlingsfest mit Regen, die traurig-schöne Fußball-EM der Frauen, hartnäckiger Teppichkleber auf Treppenstufen, ein Grill-Downgrade, die Ehrlich Brothers in der Kölnarena, das Gerüst vor dem Haus, der Roadtrip, der Gestank in der Ferienwohnung, der Reinfall mit der myCityHunt-App, Tee und Augenlid, der über Wochen erarbeitete Sieg beim Live-Show-Quiz in der KiKA-App, Management-Meetings, Abschlagsanpassungen, REWE-Lieferungen als Normalzustand, der Twitter-Fuckup, Knallerpreise, diese Fußballweltmeisterschaft, Erstcorona, ein bisschen Schnee bei minus 11 Grad im Dezember, der Wellness-Geburtstag, Infekt auf Infekt, Ziti aus der Farmacia, viele Spendenaktionen, jede Menge Exit-Spiele, zahlreiche Oma-Übernachtungen, 31-mal Pfannkuchen.</p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2022?</strong> Besorgnis. (Aber siehe oben: Ich kann das recht gut ausblenden.)</p>
<p><strong>2022 war mit einem Wort?</strong> Ungerecht. <span class="box">▪</span></p>
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        <title>Jahresrückblick 2021</title>
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            <name>Stefan</name>
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<p class="has-drop-cap">Kein Moment beschreibt die innere Zerrissenheit vermutlich besser, von der dieses Jahr geprägt war, als unsere Hinfahrt in den Sommerurlaub. Einerseits unglaubliche Vorfreude, gerade nach der ausgefallenen Reise im Vorjahr. Andererseits ein THW-Rettungskonvoi nach dem anderen auf der Gegenseite der Autobahn, was unsere Fahrt wie eine Flucht in eine bessere Welt wirken lässt. So selig, so bedrückend. Wir müssten die ständige Ambivalenz aushalten, heißt es, müssten unsere Ambiguitätstoleranz besser in den Griff bekommen. Natürlich: Dass es anderen auf der Welt sehr viel schlechter geht als uns, das war schon immer so. Aber die anderen, das können durchaus, plötzlich, realistisch Nachbarn sein. Nicht irgendwer am anderen Ende der Welt, das man so gut verdrängen kann. Sondern auch Freunde, Verwandte, geliebte Menschen. So ist unser Alltagsleben 2021 von ständigem Abwägen geprägt und dem Versuch des Rechnens mit unbekannten Wahrscheinlichkeiten. Trotzdem gibt es ihn, den Jahresrückblick, der aufgeschrieben werden will wie in jedem verdammten Jahr.</p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Ich habe gute fünf Kilo im Lauf des Jahres verloren, aber den Körperfettanteil nicht auf das Niveau drücken können, auf dem er schon einmal war. Spaziergänge sind halt keine verschwitzten Laufbandrunden, aber besser für die Seele.</p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Grauer – und das weiterhin ohne Frisörbesuch.</p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Nach dem Sommerurlaub war es von einem Tag auf den anderen vorbei: Ich konnte abends nicht mehr vernünftig lesen. Weder Bücher noch auf dem Handy; und einen langen Arm zu machen, während ich die Augen zukneife, ist ja auch keine Lösung auf Dauer. Aber obwohl das Wort »Gleitsichtbrille« ähnlich sexy klingt wie »Bausparvertrag« oder »Frühpensionierung«: Meine Lebensqualität haben die neuen Gläser einfach um ein Vielfaches gesteigert.</p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Mit knapp 3,9 Millionen Schritten sind es dieses Jahr 20 Prozent mehr geworden als im Vorjahr. Diese Steigerung habe ich nicht zuletzt sieben blitzsauberen Monaten zu verdanken, an denen ich jeden Tag mehr als 10.000 Schritte geschafft habe. Ähnlich sieht es mit der Seven-Streak aus. Vorsatz für das kommende Jahr: Vier Millionen Schritte, aber mit mehr Laufband- statt Wohnzimmerrunden.</p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger?</strong> Wat fott es es fott. Ein Plusminusleichtimplus-Jahr.</p>
<p><strong>Die teuerste Anschaffung?</strong> Irgendwie gefällt mir die Frage nicht mehr. Warum ausgerechnet die teuerste Anschaffung? Das ließe sich doch auch leicht in der Antwort zuvor unterbringen. Aber davon abgesehen: In diesem Jahr waren es die Gläser der Gleitsichtbrillen. (Die Gläser alleine. »Ich brauche nur neue Gläser, keine Typveränderung.«) Unfassbar teuer. Aber ist auch gute Qualität.</p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Apfeltarte mit Salted-Caramel-Sauce. Stockbrot am Osterfeuer. Pulled-Jackfruit-Burger. Jedes Essen auf dem Balkon in Cannobio. Ooni-Pizzen.</p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Im Grunde gut« (Rutger Bregman), wobei es eigentlich zu viel herzerwärmender Input auf einmal war.</p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> Am häufigsten gesehen habe ich das Video mit der Wohnungstour (»Kommt mit ... und genießt!«). Acht IMDb-Sterne für eine Dokumentation bekam »Mahlzeit! Hexenküche Lebensmittelindustrie«. Mon dieu, Cordon Bleu; aber wenn man erst einmal weiß, wie wenig die Convenience-Variante mit Fleisch zu tun hat, kann man die vegane Version von Mühlenhof sogar als Essen bezeichnen. Die acht Sterne für einen Spielfilm bekam »Deadpool«. Aber neun Sterne habe ich bei IMDb dieses Jahr nur einmal vergeben: Für »Searching for Italy«. Wenn ich Stanley Tucci wäre, ich hätte alles genauso gemacht.</p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> Was war das für ein toller Abend, als ich plötzlich »Scouting for Girls« entdeckt und mich lachend und weinend durch ihre Diskografie gehört habe. Dass mich allerdings P!nk mit »Cover Me in Sunshine« emotional noch heftiger erwischen würde, das kam schon überraschend.</p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> »11 Freunde« von Max-Jacob Ost. Viel besseres Storytelling auf eine solche Strecke geht nicht.</p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien.</p>
<p><strong>Erfreut haben mich?</strong> So viele Sprachnotizen. So viele gute Gespräche. So viele liebe Zeilen.</p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt? </strong>Die elendige Vorsicht. 24 Stunden ohne Strom – und was wir für ein Glück damit gehabt haben. Der Wechsel zum alten Verein.</p>
<p><strong>Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?</strong> Die zweite, dritte und vierte Welle. Einfach, um »Big C« auch hier erwähnt zu haben.</p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Copy &amp; Paste aus 2019 und 2020: Zeit mit Büchern. Zeit mit Spielen. Zeit mit Genuss.</p>
<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Wochenlang bin ich gedanklich um den Ooni Karu 12 herumgeschlichen. Habe mir überlegt, ob ich mich wirklich auch bei Minusgraden in den Garten stellen würde, um Pizza zu backen. Ob das wirklich so ein Gamechanger wäre und ob Pizzastahl nicht vollkommen ausreiche. Wo-chen-lang. Bis ich die zum Jobwechsel ausbezahlten Überstunden in die Hand genommen habe – und keinen Cent bereue.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Eine Frau meldete sich wegen unseres Bollerwagens, den ich bei eBay Kleinanzeigen eingestellt hatte. Sie würde ihn gerne gleich abholen kommen, sie käme aus Bad Neuenahr. Wir haben im Flur noch getestet, ob in den Bollerwagen auch Wasserkästen passen, denn die müssten sie jetzt im Dorf transportieren. Aber schon als ich bei ihrer Ankunft das schlammüberzogene Auto gesehen hatte und die von Matsch gezeichneten Wanderstiefel, wusste ich, dass sie den Bollerwagen nicht für lustige Ausflüge mit den Enkelkindern braucht. Sie hatte die Scheine schon in der Hand, als ich ihr sagte, dass ich von ihr kein Geld nehmen und sie den Wagen gerne geschenkt haben könne. Ihr kamen nur so die Tränen. Vor Freude, weil sie so viel Solidarität erlebe in der letzten Zeit. Wie grausam, dass dafür erst dein Dorf weggerissen werden muss.</p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Mich als Patenonkel auszuwählen.</p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? </strong>»Aber Papa, ich weiß doch, dass du immer für mich da bist, du bist doch mein Papa.« | »Papa, du bist eine echt extreme Socke.« | »jetzt ist es so weit du bist schlauer als ich und gehst ziel erreicht.« | »Ich glaube, du bist ja so ein bisschen so ein Jürgen Klopp. Dem war auch bei keinem Wechsel jemand böse und alle würden den zurücknehmen.« | »Aber wenn ich das so sagen darf: du hast eine sehr angenehme Stimme. Ich könnte dir stundenlang zuhören.« | »Sie sehen so aus, als ob Sie Läufer sind.« | »Für mich ist es im Job wichtig, einen Proksch zu haben.«</p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> Erlebnisse, Momente und Gedanken handschriftlich festzuhalten, hat eine unfassbar positive Wirkung. Die beste Form dafür habe ich noch nicht gefunden, aber hier ist der Weg das Ziel.</p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Dass wir es weiterhin gut durch die Pandemie geschafft haben.</p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Wie wenig man aus Fehlern lernen kann.</p>
<p><strong>2021 zum ersten Mal getan?</strong> Eine Festplatte geklont, ein privat gebrautes Bier getrunken, beim Iglubau geholfen, an einer Zoom-Geburtstagsfeier teilgenommen, einen Podcast offiziell beendet, einen Spindelmäher benutzt, Kaffee auf dem Grillrost zubereitet, auf einem SUP-Board gestanden, Asche in einen See verstreut, meinen Ooni angefeuert, Optigrill-Sandwiches zubereitet, meinen Hemdenbügler eingeschaltet, mit Ultraschall geschnitten, dank Simply Piano mit mehr als zwei Fingern Klavier gespielt, einen Bio-Weihnachtsbaum frisch schlagen lassen, bei einem Kneipenquiz mitgemacht.</p>
<p><strong>2021 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Einen Spaziergang im Schnee gemacht, eine Festplatte in einen Rechner geschraubt, einen neuen Instagram-Account gestartet, auf dem Sofa geschlafen, in einer Jugendherberge gefrühstückt, den Job gekündigt, Stadionwurst beim Bonner SC gegessen, ins Phantasialand gefahren, den Piraten gegeben, eine Urkunde bekommen, den Kölner Dom gesehen.</p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Norddeich als Geisterstadt erlebt, das 6-Minuten-Tagebuch geführt (und zwei ungleiche Nachfolger angefangen), »Macht scharf« entdeckt, praktisch keine Erstinspektionskosten gehabt, einen Verwandten als Neu-Meckenheimer begrüßt, Noom durchspielt, zwei Impfungen mit lustigen Fieberträumen und einen Booster bekommen, alle Harry-Potter-Filme geschaut, einen Four-Chord-Song geschrieben, Morgenrunden ohne Hund gemacht, »Wir zwei, ne?« etabliert, über »Keine Maske, kein Dessert« gelacht, einen lang verschobenen Kindergeburtstag unfassbar entspannt in Zülpich gefeiert, Tränen zum Abschied gesehen, eine Hardware-Wallet bestückt, Fotoabende genossen, Chicken-Soup-Raumspray verschenkt, einen nicht ganz so lang verschobenen Lego-Kindergeburtstag gefeiert, LOL geschaut, Job-Telefonate geführt, tagelang in warmen Worten gebadet, die Switch eingeweiht, das Schultaxi gefahren, das Podcast-Familienduell gefeiert, die Bundestagswahl verfolgt, den ins Büro verirrten Vogel in die Freiheit begleitet, einen Tigerschnegel entdeckt, einen Harry-Potter-Geburtstag mit Exit-Challenge gefeiert, ein weiterhin entzündungsfreies Auge bejubelt, 8-Meter-Fontänen bestaunt, unzählige negative Schnelltests gemacht.</p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2021?</strong> Verwunderung.</p>
<p><strong>2021 war mit einem Wort?</strong> Auszuhalten. <span class="box">▪</span></p>
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        <title>Jahresrückblick 2020</title>
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            <name>Stefan</name>
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                    Absolut, 2020 war in vielen Momenten ein Arschlochjahr. Mein Papa und meine Schwiegermutter sind gestorben, das alleine reicht schon für die Einordnung. Arschlochjahr. Ich habe nach nur sechs Wochen den frisch angetretenen Job gekündigt, weil es anders nicht gegangen wäre. Arschlochjahr, das war nicht der&hellip;
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                <p><!-- wp:paragraph {"dropCap":true} --></p>
<p class="has-drop-cap">Absolut, 2020 war in vielen Momenten ein Arschlochjahr. Mein Papa und meine Schwiegermutter sind gestorben, das alleine reicht schon für die Einordnung. Arschlochjahr. Ich habe nach nur sechs Wochen den frisch angetretenen Job gekündigt, weil es anders nicht gegangen wäre. Arschlochjahr, das war nicht der Plan! Wir haben den Sommerurlaub nach Norditalien abgeblasen, und spätestens im Herbst ist mir mental die Puste ausgegangen. Arschlochjahr!! Und dieser ständige Verzicht, weil wir es einfach nicht darauf ankommen lassen wollten, ob Abstand und Maske und varying degrees of Lüften ausreichen: Corona-Arschlochjahr! Aber 2020 haben auch Freunde geheiratet oder Kinder bekommen, ich habe (mit stark erweitertem Suchradius) schnell einen neuen Job gefunden, uns ging und geht es im Vergleich zu so vielen anderen Menschen arschig gut.<br>Absolut, 2020 war in vielen Momenten ein Arschlochjahr. Einen traditionellen Jahresrückblick hat dieses Jahr trotzdem verdient, gerade auch für die vielen schönen Momente.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Ey, wo bleibt die E-Mail von meiner Waage?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Vor allem: Zu Hause in der Dusche schneiden lassen. (Hoffentlich hat Funny van Dannen unrecht.)</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Gleich schlecht.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Es wirkt von außen sicherlich befremdlich, mich beim allabendlichen Kreise- und Achtenlaufen in Wohnzimmer und Flur zu beobachten, aber die 10.000-Schritte-Streak ist seit Anfang September ungebrochen. Hinzu kommen zwei Streaks bei Seven mit jeweils mehr als 90 Tagen. (Ich möchte nicht über die drei verlorenen Herzchen sprechen.) Und beides tut mir gut.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger?</strong> Mehrere große Investitionen (auf Privatpump), trotzdem ist da ein erstaunliches vierstelliges Plus in der Jahresbilanz. Was so ein ausgefallener Sommerurlaub und reduzierte Spritkosten so ausmachen.</p>
<p><strong><!-- /wp:paragraph --></strong></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die teuerste Anschaffung?</strong> Hätte der Renault Zoe sein können, aber unser Staat ließ ja nicht zu knapp Corona- und Umweltprämien springen. Deshalb geht die Geschichte der teuersten Anschaffung so: Bis Ende März bin ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren, um von dort mit dem Zug zur Arbeit zu pendeln. Da unser Gartentörchen mehr als morsch war und der Seitenweg in den Garten auch nicht wirklich fahrradtauglich, sollte genau dieser Bereich rechts des Hauses neu gemacht werden: Tor, Hecke, Blumenbeete, Pflaster. Eben damit ich nicht jeden Tag das Fahrrad durch das Haus auf die Terrasse tragen muss (oder es gar über Nacht im Wohnzimmer stehen lasse). Aber damit wäre der Eingangsbereich optisch merkwürdig abgetrennt gewesen, und ob man irgendwann noch einmal die gleichen Steine bekommt? Also ein neuer Kostenvoranschlag bis zur Eingangstreppe. Andererseits, wenn man jetzt schon einmal dran ist, sollte man dann nicht auch gleich die Einfahrt machen lassen, zumal der Holzhändler bei der letzten Lieferung die Metallschiene vor der Garage zerstört hatte, die könnte ja auch gleich erneuert werden! Zack, mehr Geld als für einen Kleinwagen versenkt – dafür, dass ich seit April zum Pendeln nicht mehr auf das Fahrrad steige.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Alpro Dessert Caramel, das Schnitzel zum Vatertag, kanadischer Ahornsirup Grade 4 »Very Dark<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Liebes Kind<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">« (Romy Hausmann</span>), was für eine brutale Erzählperspektive!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> Weil mir meine neun IMDb-Punkte für »<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Schweinsteiger Memories: Von Anfang bis Legende« zu peinlich wären und die neun Punkte für »Parasite« zu platt, küre ich »Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga« zum diesjährigen Gewinner – ein guter Ersatz für den ausgefallenen ESC. (Am häufigsten geschaut habe ich allerdings das Hagebuttenvideo von Schröder-Kim So-yeon feat. Gerd. Es ist perfekt.) </span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> Am heftigsten erwischt hat mich »We'll meet again<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span> in der Johnny-Cash-Version – das deshalb auch ganz oben in der Spotify-Playlist steht.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> Bei aller Bewunderung für »Das Coronavirus-Update<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«, hat mich ein ganz anderer Podcast von NDR Info voll ins Herz getroffen:</span> »180 Grad: Geschichten gegen den Hass<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«.</span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Erfreut haben mich?</strong> Unsere allabendlichen Sommerferien-Spaziergänge auf die Promenade: 149 Euro für Eis!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt? </strong>Papas Tod, der doppelte Jobwechsel, wie unterschiedlich sich Freundschaften entwickelt haben.</p>
<p><strong>Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?</strong> Alle weiteren Todesnachrichten aus der Verwandtschaft, den ausgefallenen Sommerurlaub, den eingewachsenen Zehennagel.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Copy &amp; Paste aus 2019: Zeit mit Büchern. Zeit mit Spielen. Zeit mit Genuss.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong> Der Kauf eines E-Autos war eine enorm große weil unerreichbar scheinende Wunscherfüllung. Diese Antwort trifft aber leider nicht den Kern der Frage.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Die Rick-Astley-EP, so aus Vorfreudegesichtspunkten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Ich mag mein On-air-Schild sehr.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? </strong><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»Sehr Gut. </span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0"> 10 Fon 10 Punkte.« und »Papa, ich höre einen Podcast auf Spotify. Darf ich das?« und »Prokschi ist eine Insta-Bitch!«.</span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> Leider noch nicht, dass eine leere Podcast-Playlist kein erstrebenswertes Ziel ist.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Vernünftige Menschen, wann immer sie auftauchten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Die fehlende Solidarität allerorten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2020 zum ersten Mal getan?</strong> Poolball gespielt, <span class="">Mölkky</span> gespielt, Fern-Darts gespielt, eine Wrestling-Maske getragen, ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert, eine 180 geworfen, Stockbrot im Garten gemacht, rekuperiert, im Garten übernachtet, Mimosen gepflanzt, einen Inliner-Kurs gemacht, einen Rachenabstrich machen lassen, die Grippeschutzimpfung, Bitcoins gekauft, die Weihnachtsbaumspitze mit Heißkleber angeklebt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2020 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Viel Promi-Trash-TV geschaut, geblitzt worden, das WM-Finale von 1990 geschaut, auf einer Hochzeitsfeier gewesen, einen Autounfall gebaut, eine Probezeit bestanden, Tiere beobachtet.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Die letzten Atemzüge, die Kostümsiegerin, neue Sofas, Super Bowl ist nur einmal im Lehm, die überraschende Ansprache, Hoek van Holland, die Fledermaus an unserer Hauswand, Samstags-Matratzenlager <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»für die Zeit mit Corona</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«, </span>Homeschooling, 500 Folgen <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»</span>Esel und Teddy<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span>, digitales Osterfrühstück, Radio Wissensquiz, ein Abend als Sam, ein emotionsloses Triple, die neue Markisenbespannung, Picknick am Schloss, letzte und erste Schultage, Hartwich und Svarowsky, Beini, Strichlisten, die ausgefallene MiMiMiMi-Lesung, Fugenthymian, mein trauriger Zahnarzt, der Kaminventilator, der Klorollen-Adventskalender, digitaler Heiligabend, die Entdeckung der Exit-Spiele, Sprachnachrichten aka Minipodcasts (zu Silvester auch angeblich betrunken).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2020?</strong> Unbehagen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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<p><strong>2020 war mit einem Wort?</strong> Bedrückend. <span class="box">▪</span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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        <title>Jahresrückblick 2019</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2020-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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                    31. Dezember, 14:59 Uhr. In weniger als drei Stunden brechen wir zur Silvesterfeier auf. Ein guter Moment, viel zu spät die so geliebte Tradition des Jahresrückblicks zu begehen, also anzufangen. Und veröffentlichen, das weiß ich jetzt schon, werde ich ihn ohnehin erst später können. Aus&hellip;
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                <p><!-- wp:paragraph {"dropCap":true} --></p>
<p class="has-drop-cap">31. Dezember, 14:59 Uhr. In weniger als drei Stunden brechen wir zur Silvesterfeier auf. Ein guter Moment, viel zu spät die so geliebte Tradition des Jahresrückblicks zu begehen, also anzufangen. Und veröffentlichen, das weiß ich jetzt schon, werde ich ihn ohnehin erst später können. Aus Gründen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> Es ist ja völlig verrückt: Dieses Jahr haben meine Waage und meine Uhr mir gemeinsam eine Jahresauswertung per E-Mail geschickt. Beispielsweise habe ich mich im Januar 26 Mal gewogen. Am 25. Juni habe ich insgesamt nur drei Stunden und eine Minute geschlafen, am 18. August dafür zehn Stunden und 51 Minuten. Im Juli bin ich neunmal 10.000 Schritte gelaufen, die meisten Schritte – 18.828 – habe ich am 12. September geschafft. Insgesamt bin ich mit 8.519 Schritten durchschnittlich 1.474 Schritte mehr gegangen als andere Männer meines Alters, dafür habe ich aber im Schnitt 47 Minuten weniger geschlafen als sie. Obwohl ich am Wochenende 39 Minuten länger schlafe als in der Woche. Aber um die Frage zu beantworten: 1,9 Kilo runter, zwischenzeitlich waren es auch mal 2,7.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Noch grauer.</p>
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<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Dieses Jahr gab es wieder einmal eine neue Brille. Nahezu unveränderte Werte. Aber abends muss ich Bücher oder das Mobiltelefon jetzt immer weit weg halten, um ordentlich fokussieren zu können.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger?</strong> Der weiterhin absichtlich zu meinen Ungunsten gerechnete Jahresplaner weist ein Minus von knapp 1.200 Euro aus.</p>
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<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Das habe ich nicht protokolliert in diesem Jahr, das muss sich ändern. Es kann ja nicht sein, dass meine Uhr klüger ist als ich. Stichwort: Human Log. In einem recht langen Zeitraum, vielleicht von Ostern bis Oktober wie so ein Sommerreifen, war ich abends aber entweder auf dem Laufband oder mein eigenes Gym. Und danach auch immer wieder, aber nicht so konsequent.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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<p><strong>Die teuerste Anschaffung?</strong> So bescheuert: Das neue Garagendach.</p>
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<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Glasnudelpfanne als Signature Dish. »Wer bestellt denn etwas mit Miesmuscheln<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span>-Spaghetti im Caffé Verbano als Augenöffner. Schokofahrt-Schokolade als Entdeckung. The Wonder Burger als Guilty Pleasure.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Der Hals der Giraffe<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">« (</span>Judith Schalansky), das mich mit seiner Erzählweise umgehauen hat.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> »<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Depeche Mode: Spirits in the Forest« (Anton Corbijn), viel mehr als eine solche Documentary kann man als Band vermutlich nicht erreichen.<br></span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> »Mamma Maria<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span> (Ricchi e Poveri), vielleicht so etwas wie die Familienhymne in diesem Jahr.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der beste Podcast?</strong> Das war ein insgesamt fantastisches Podcastjahr mit vielen Neuzugängen in Overcast. Von denen ist mir vermutlich »Deutschland3000 - 'ne gute Stunde mit Eva Schulz<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span> am liebsten.</p>
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<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Erfreut hat mich?</strong> Dass ich seit August morgens kein einziges Mal mit dem Auto zum Bahnhof gefahren bin, sondern in aller Regel das Fahrrad genommen habe oder gelaufen bin.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt? </strong>Die zweite Pubertät. Das Ende der Kindergartenzeit. Das hohe Maß an Heimlichtuerei.</p>
<p><strong>Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?</strong> Das hohe Maß an Heimlichtuerei. Das elendig stotternde Auto. Alle Krankenhausbesuche.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Zeit mit Büchern. Zeit mit Spielen. Zeit mit Genuss.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?</strong> Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick – ich mag andere nämlich gar nicht aktiv überzeugen. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Träume gelebt? Wünsche erfüllt?« (In diesem Jahr wäre die Antwort: Keine großen, zu wenig kleine, aber viele Anfänge gemacht.) </p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Das müssten in diesem Jahr tatsächlich einmal die Beschenkten beantworten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> So aus alt-eingeübter Konsumgütersicht: Irgendetwas zwischen Basketballkorb und Dartscheibe.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? </strong><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»Will man erfolgreich sein, muss man auch mal investieren, Herr Proksch.« (1&amp;1-Kundenhotline)<br></span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> In welche Richtung es sich beruflich weiter entwickeln könnte bei mir – mit bereits zwei theoretisch eingebauten Abzweigungen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> Alles das, was Greta Thunberg positiv angestoßen hat.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Ich mich meistens selbst.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2019 zum ersten Mal getan?</strong> Mich Teamleiter genannt. Auf einer Subscribe gewesen. Eine HoloLens ausprobiert. Einen Songtext geschrieben und beim Musikverlag die Bearbeitungsgenehmigung für das Lied erfragt. Einen GEMA-Lizenzvertrag abgeschlossen. Mit einem E-Scooter gefahren. Auf einem Stand-up-paddling-Board gestanden. Autofahrscham empfunden. Trockenshampoo verwendet. Ohne Kinder im Restaurant gewesen (Butangas, Butangas). Podcastpate geworden. Ein Spiel beim Bonner SC gesehen. Weihnachten im Ugly Christmas Sweater gefeiert.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2019 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Den Super Bowl in Gesellschaft geschaut. Eine Domain gekauft (aber noch nichts damit gemacht). Renoviert. Kegeln gewesen. Neue Restaurants besucht. In einem Wohnwagen übernachtet. In einer Museumsausstellung gewesen. Ein Kind eingeschult. Einen Film unter freiem Himmel geschaut. Von einer Biene stechen lassen. Eine Wand verputzt. Den Mobilfunkanbieter gewechselt. (Fast) an einer Demo teilgenommen – ich war leider zu spät dran. Auf einer Beerdigung gewesen. Bei einem Umzug geholfen. Im Zirkus gewesen. Meinen Job gekündigt. Auf Schlittschuhen fortbewegt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Der erfolgreiche Umbau des Oma-Podcasts. Der Ausflug zu Künstler Arno. Der von Fieber geprägte Nordsee-Urlaub. Familienfernsehen wie damals bei <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»</span>Wetten, dass..?<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">«</span>. Üben für den Känguru-Test. Der Schirrmacher. Tourauftakt der <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">»Jetzt könnt auch ihr mal klatschen"-Tour 2019</span> in unserem Wohnzimmer. Unser Kellner in Cannobio. Das 90+-YouTuber-Video. Die großartige Frauen-Fußball-WM. Die Rache des gefällten Flachwurzlers. Mehrere SkyTicket-Fuckups. Die Erwähnung im laufenden Programm von WDR2 (vor dem Umweltsau-Fuckup). The Masked Singer. Die lange Esel-und-Teddy-Pause. Der Ausflug zur Festung Ehrenbreitstein. Wolli in der Nase. Der Zebrastreifen-Erfolg. Der Anruf bei unseren Wasserproduzenten. Der Fahrradsatteldiebstahl. Die mit Ina Aogo ausgetauschte Sprachnachricht. Chez Krömer, Krause kommt, Das Jenke-Plastik-Experiment. Die Wurmkiste. Fallon Sherrock bei der Darts-WM. Keine Böller zu Silvester.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2019?</strong> Mitleidige Freude darüber, das richtige Leben im falschen führen zu wollen, obwohl das doch eigentlich nicht geht. Aber weiterhin kleine Erfolge zu feiern und das immer häufiger zu tun: Das darf 2020 werden.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2019 war mit einem Wort?</strong> Ambivalent. <span class="box">▪</span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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        <title>Jahresrückblick 2018</title>
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            <name>Stefan</name>
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        <updated>2019-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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                    Als ich im Mai die Webseiten von fünf Podcasts und die vom Kindergarten DSGVO-konform aufbürstete, zig Domainumzüge inklusive, hatte ich keine Muße, mich auch um die hinterlektuelle Seite zu kümmern. Alleine, was Webbkoll durch das Hosting auf wordpress.com ausspuckt, von Kommentaren und Gravataren ganz abgesehen.
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                <p><!-- wp:paragraph {"dropCap":true} --></p>
<p class="has-drop-cap">Als ich im Mai die Webseiten von fünf Podcasts und die vom Kindergarten DSGVO-konform aufbürstete, zig Domainumzüge inklusive, hatte ich keine Muße, mich auch um die hinterlektuelle Seite zu kümmern. Alleine, was <a href="https://webbkoll.dataskydd.net/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Webbkoll (öffnet in neuem Tab)">Webbkoll</a> durch das Hosting auf wordpress.com ausspuckt, von Kommentaren und Gravataren ganz abgesehen. Zack: Seite archiviert, Stecker gezogen. Martin fragte damals: »Und wo finde ich dann deinen Jahresrückblick?« Nicht nur deshalb eine berechtigte Frage, und theoretisch geplant hatte ich die neue WordPress-Installation hier natürlich schon längst. Dass ich trotzdem erst am 29. Dezember auf den Software-Installations-Button klickte ...</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Zugenommen oder abgenommen?</strong> 1,7 Kilo zugenommen. Oder eher: Mein Übergewicht gehalten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong> Vor allem: Seit diesem Jahr immer in der Mittagspause zum Frisör. Zu Hülja und ihrem Sohn. (Auch wenn wir uns noch nicht duzen.) Die es sich nicht nehmen lässt, mir ab und zu einen <a href="https://bonn.social/@stefanproksch/100644518878357475" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Toni-Kroos-Swoosh (öffnet in neuem Tab)">Toni-Kroos-Swoosh</a> ins Haar zu modellieren.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong> Rechtes Auge zu, linkes Auge zu: Ganz okay. Der Sehtest im Büro attestierte mir auch 100 Prozent.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Mehr ausgegeben oder weniger?</strong> Der absichtlich zu meinen Ungunsten gerechnete Jahresplaner weist ein Minus von 345,19 Euro aus.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong> Mehr. Von Anfang Mai bis Ende Oktober war ich praktisch täglich für 10 Platzrunden auf dem Laufband oder mein eigenes Gym. (Am 27. Dezember ging es wieder damit los.)</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die teuerste Anschaffung?</strong> Die neue Ledertasche von aunts &amp; uncles.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das leckerste Essen?</strong> Onigirazu als Meal-Prep-Mittagessen. Gnocchi mit Basilikum-Pesto und Salsiccia im Caffé Verbano. Der Gewinnerdöner des großen Meckenheimer Dönertests. Porridge von Three Bears. Der Döppekooche im Elefant. Die ersten Fritten aus der Heißluftfritteuse.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beeindruckendste Buch?</strong> »Odysseus aus Bagdad« von Eric-Emmanuel Schmitt. <a href="https://bonn.social/@stefanproksch/100610723005615675" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Absolute Leseempfehlung. (öffnet in neuem Tab)">Absolute Leseempfehlung.</a></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der berührendste Film?</strong> »<a href="https://www.imdb.com/title/tt2543472/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Wonder (öffnet in neuem Tab)">Wonder</a>«: Rotz und Wasser, mitten in der Nacht alleine vor dem Tablet.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das beste Lied?</strong> Textlich umgehauen hat mich »Feuer frei« von <a href="https://www.judith-holofernes.de/2018/05/feuer-frei-fuer-rea-garvey/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Judith Holofernes für Rea Garvey (öffnet in neuem Tab)">Judith Holofernes für Rea Garvey</a>. Am häufigsten gehört habe ich (laut Spotify) allerdings »Dancing« von Kylie Minogue.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der unterhaltsamste Podcast?</strong> Es ist so ungerecht, weil ich in diesem Jahr so viele großartige Podcasts neu entdeckt habe. Aber diesen Titel hat kein anderer Podcast als »<a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/klassik-drastisch.3532.de.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Klassik drastisch (öffnet in neuem Tab)">Klassik drastisch</a>« verdient. Alle anderen hörenswerten Episoden kuratiere ich seit diesem Jahr im Übrigen bei <a href="https://fyyd.de/user/stefanproksch/curation/f6133ca8617d2707c5baeb81c37295b6?page=0" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="fyyd (öffnet in neuem Tab)">fyyd</a>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die meiste Zeit verbracht mit?</strong> Herzlich willkommen! Diese Frage ist der diesjährige Streichkandidat im Jahresrückblick. Im kommenden Jahr wird sie deshalb schonungslos ersetzt durch die Frage: »Welche drei Erlebnisse haben dieses Jahr besonders geprägt?« (In diesem Jahr wäre die Antwort: Das Familienwochenende in Freckenhorst. Die Schiffsreise mit der AIDA. Claudias Kündigung.)</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit?</strong> Meinen dreien.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Erfreut hat mich?</strong> Dass ich das verlorene Smartphone nach wilder Suche 20 Minuten später unversehrt auf der Straße am Bahnhof wiedergefunden habe.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?</strong> Entzündungen: Die der Bindehaut, die im Unterarm nach dem Einsatz der neuen Heckenschere, die in den Lungen aller anderen Familienmitglieder.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Drei Dinge, die es im kommenden Jahr viel häufiger geben sollte?</strong> Überraschungsmomente wie der Ausflug zu den Brissago-Inseln. Durchlachte Spieleabende mit der Familie. Nextbike-Fahrten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?</strong> Dass man alle Konsequenzen bedenken sollte.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong> Vielleicht das Nackenstützkissen. Indirekt auch die Starlight-Express-Karten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong> Das Freunde-Buch. (Auch wenn ich es bislang versäumt habe, es weiter auf Reisen zu schicken.)</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt oder mir geschrieben hat? </strong>»Du bist so eine verdammte Miss Marple.« – »Student waren sie ja nicht, oder?« – »Gestern Karl Dall, heute John Travolta!« – »Ich bin echt dankbar, dass es Dich gibt. Sonst wäre ich der einzige Vollidiot.« – »Du bist der Knautz.« – »Aber solche Schuhe tragen doch Jugendliche?« – »Sag mal, wieso hast du Glitter im Gesicht? Ach nee, sind nur graue Bartstoppeln!« – »Ist die Einstellung ›Double Shot stark, intensiv+‹ von dir?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Welche wichtige Erkenntnis habe ich in diesem Jahr gewonnen?</strong> Dass es eine Leistung ist, Gesellschaft zu leisten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Wofür bin ich in diesem Jahr besonders dankbar?</strong> L-Lysin.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Enttäuscht hat mich?</strong> Der C64 mini. Der Vorstand des FC Bayern. Ficksewäsa-Menschen. Dass Carnaroli auch nur Reis ist. Wie schwer es mir fällt, politisch aktiv zu sein.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2018 zum ersten Mal getan?</strong> Das Deutsche Museum in Bonn besucht. Eine WLAN-Körperfettwaage benutzt; sie schreibt mir manchmal E-Mails. Aus einem Escape Room entkommen. Hafer geschrotet. Auf einer Wackelplatte gestanden. Baumkronen von oben gesehen. Mongolisch gegessen. Bei McDonald's auf dem Touch-Display bestellt. Einen Fußmarsch nach Sant'Agata sopra Cannobio gemacht. Gläubiger in einem Insolvenzverfahren geworden. Einen Blutmond gesehen. In Dänemark und Norwegen gewesen. Einen Baum fällen lassen. Ein Fachbuch begutachtet. Pferde beim Pieseln beobachtet. Mich bei der DKMS registriert. Wachsgießen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2018 nach langer Zeit wieder getan?</strong> Einen runden Geburtstag gefeiert. Ein Buffet bei Steffi bestellt. Ein Online-Voting gepusht. Dart gespielt. Ein Radrennen am Straßenrand beobachtet. Hochzeiten gefeiert. In einer Bücherei gewesen. »Spiel des Lebens« gespielt. Bei Albert Heijn eingekauft. Bälle auf einen Korb geworfen. Bei Funny van Dannen gewesen. Fußballgolf gespielt. Pützchens Markt besucht. Neue Blogtexte von <a href="http://serotonic.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Sylvia (öffnet in neuem Tab)">Sylvia</a> und <a href="https://hmbl.blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Christian (öffnet in neuem Tab)">Christian</a> gelesen. In Hamburg gewesen. Gepuzzelt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Und was war sonst noch?</strong> Die Verleihungsgala der Goldenen Timbeere. Das Playground Project. Die Jogginghose von Gábor Király. Das Sommerfest auf der Jugendfarm Bonn. Der Lehrerich. Science Slams. Alle Interviews mit Ulrike Guerot. Bitmojis für alle Lebenslagen. Zwei neue elektrische Rollläden. Steinstädte. Omas WM-Produkte. Das Wochendämmerung-Interview mit Nick Reimer. Apfeltaschen und Franzbrötchen. Immer noch Dominations. Die Bewerbung beim Fußball-Kulturpreis. Das Wortgefecht mit dem Bienenschützer. #FoldIt. Mastodon. Won with everything. Flohmarktverkäufe. Das WBWUMW?-Treffen. Handgelenkbandagen. Optische Mäuse. Der entspannteste Firmenlauf aller Zeiten. Treadmill Pursuit. PFB Vanish und Chromabright. Seekrankheit. Textautomation. TikTok. Babylon Berlin. Die Broke-up-before-we-toured-Tour. Der Wechsel zu einem in allen Belangen nachhaltig aufgestellten Stromanbieter. 55 Esel-und-Teddy-Folgen in einem Jahr.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Vorherrschendes Gefühl 2018?</strong> Dass da noch verdammt viel kommt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>2018 war mit einem Wort?</strong> Unstet. <span class="box">▪</span></p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
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